Nach dem Abitur oder einer abgeschlossenen Ausbildung werden Bewerbungen für die Universitäten und Fachhochschulen geschrieben, um dann teilweise wochen- und monatelang auf die Zusage zu wartenBefindet sich die Zulassung jedoch erst einmal in den Händen, herrscht Aufbruch-Stimmung. Doch wie sehen die ersten Schritte im neuen Lebensabschnitt aus?

Informieren, fragen und einlesen – Planung heißt das Stichwort

Die Überlegungen, wie sich am besten um eine Wohnung gekümmert werden kann, sollen einmal außen vor bleiben. Viel wichtiger ist für die meisten Anfänger oder „Ersties“, wie sie die ersten Lehrveranstaltungen ausfindig machen, sich auf dem Campus zurecht finden und einen thematischen Einstieg vom Schulwissen in den Bereich der Wissenschaft über die Bühne bringen. Folgende vier Hinweise sollen Euch, liebe Erstsemester, ein wenig unter die Arme greifen.

Tipp 1: Lerne den Campus kennen

Wem die Orientierung an den ersten Tagen gelingt, hat wesentlich mehr Ruhe, um den Veranstaltungsort zu finden, und kann die neuen Eindrücke wesentlich gelassener aufnehmen. Wer einige Tage vor Beginn der Einführungsveranstaltungen in der neuen Stadt und am neuen Campus ist, sollte sich von der Hochschul-Website einen Lageplan ausdrucken und einfach auf eigene Faust das Gelände erkunden.

Wer direkt zu Beginn der ersten Einführungskurse an den Campus kommt, sollte ebenfalls im Vorfeld den Campusplan ansehen und am besten mit Google-Maps abgleichen. So kann der Weg zu den wichtigsten Gebäuden als „Trockenübung“ einstudiert werden.

Tipp 2: Lies dich in die neuen Themen ein

Im seltensten Fall decken sich die Themen der neuen Lehrveranstaltungen mit denen der Schulausbildung. Zwar sind die Grundkenntnisse Voraussetzung, doch werden die Inhalte sehr schnell spezieller, neuer und umfangreicher. Wer also einige Vorkurse besucht (in Ingenieurs-Studiengängen die Regel) oder direkt in das Lehrangebot einsteigt (meist bei den Geistes- und Kulturwissenschaften), bekommt im Vorfeld die Titel und Schwerpunkte der Veranstaltungen im Voraus übermittelt.

Der Einstieg in diese Themen ist dann leichter, wenn Ihr schon erste Eindrücke gesammelt und die Schwerpunkte ermittelt habt. Zum ersten, groben Einlesen dienen Einführungswerke oder aber auch die Wikipedia.

Tipp 3: Plane das Semester

Wer an einer Fachhochschule studiert, bekommt meist eine Art Stundenplan. Universitäts-Studierende hingegen müssen meist selbst festlegen, wann, was besucht werden soll. Jede Universität verfügt über ein Online-Lehrveranstaltungsverzeichnis, mit dessen Hilfe eine Art Plan erstellt werden kann. Im Idealfall baut Ihr Euch einen solchen schon vorher in mehreren Varianten zusammen und überprüft dann zu Beginn die Durchführbarkeit. So seid Ihr für alles gewappnet.

Tipp 4: Nimm jedes Angebot war, das dich interessiert

Eine Rundführung durch die Hochschul-Bibliothek, ein Treffen der Erstsemester eines bestimmten Studienganges oder die feierliche Immatrikulationsfeier: Dies alles sind typische Angebote für Studiumsbeginner, um sich mit der Hochschule, dem Campus und einigen Studierenden vertraut zu machen. Selbst die Immatrikulationsfeier (meist sehr langweilig) sollte besucht werden, um möglicherweise Kommilitonen zu treffen oder sich dort mit diesen zu verabreden.

Wem es nicht gefällt, kann immer noch vorzeitig gehen. Es gilt in jedem Fall, dass ein erster Blick nicht schaden kann, denn gerade zu Beginn, wenn noch keine Hausarbeiten oder Prüfungen anstehen, sollte auch die Freizeit für eben solche Studiums-begleitenden Aktivitäten genutzt werden.

Bild: garryknight/ flickr.com